Performative Materialism
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Performative Materialism, hrsg. von Angelika Fitz

128 Seiten, ca. 90 Farbabb., dt./engl., 26,5 x 20,5 cm
Triton Verlag, Wien, 2003, ISBN 3-85486-181-8; 27.00 Euro
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Zu beziehen über Ihre Buchhandlung oder direkt bei:
Triton Verlag: Tel. +43-1-5248785-0; Fax: -18
E-Mail: office@triton-verlag.com, http://triton-verlag.com
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Mit Texten und Beiträgen von: Angelika Fitz, Ernst J. Fuchs, Marie-Therese Harnoncourt, Oliver Schürer, Klaus Stattmann, Wolfgang Tschapeller


"Sähe die Zukunft der Stadt tatsächlich aus wie es diese Visionen vorschlagen, käme dem Leben eine andere Aufgabe zu - wir müßten uns neu orientieren. Es würden sich Hierarchien auflösen, stattdessen Brücken und Lücken die Macht übernehmen - wunderbar! " (Rezension "kunstundbuecher.at")

In der aktuellen urbanistischen Praxis wird der Handlungsspielraum der Architektur zunehmend beschnitten. Architektur wird mit der Gestaltung einzelner Stadtmarker und darüber hinaus mit der reibungslosen Verwaltung von Raum beauftragt. Sie findet sich eingemeindet in den allgemeinen Trend eines ‚Social Engineering’, das sich auf das ‚Funktionieren’ und die Kontrolle des Urbanen konzentriert. "Performative Materialism" stellt daher die Frage, was die Architektur jenseits der Ebenen der Verwaltung und der Kommerzialisierung von Raum zur Qualität von Stadt beitragen kann? Die hier versammelten Positionen von Klaus Stattmann, the next ENTERprise und Wolfgang Tschapeller überschreiten herkömmliche stadtplanerische und architektonische Strategien mit lokalen und fragmentarisierten Praktiken. Das Urbane entsteht aus Vielstimmigkeit und dichten Überlagerungen, es ist nicht immer kontrollierbar und manchmal konfliktreich. Die vorgestellten Projekte durchbrechen starre soziale, ökonomische und räumliche Trennungen in den Städten und ermöglichen ungeplante Begegnungen und Allianzen. Die ArchitektInnen verschieben die Aufmerksamkeit von Strategien der Ordnung von Raum auf Handlungs- und Wirkungszusammenhänge, auf Tätigkeiten und Ereignisse. Die Stärke dieser ‚performativen Wende’ liegt in der engen Verstrickung von analytischen und interventionistischen mit ästhetischen Vorgangsweisen. Neben den aktuellen urbanistischen Entwürfen zeigen die in "Performative Materialism" ebenfalls dokumentierten ‚Referenzprojekte’, wie die Radikalität der konzeptuellen und formalen Ansätze in die Komplexität des Bauens umgesetzt werden kann.

Angelika Fitz (geb. 1967) ist Kulturwissenschaftlerin; arbeitet als Autorin und Kuratorin in den Bereichen Architektur und Kunst, zuletzt u.a.: "Trespassing - Konturen räumlichen Handlens" in der Wiener Secession, 2003 und "Kapital & Karma" in der Kunsthalle Wien, 2002 (Katalog bei Hatje Cantz).